Wirtschaftsfaktor Kultur- und Kreativwirtschaft

Wirtschaftsfaktor Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion ist nicht zu unterschätzen: Der Umsatz der Branche in der Metropolregion Nürnberg beläuft sich auf 4,3 Milliarden Euro. Damit liegt er höher als in der Tourismuswirtschaft inklusive Gastgewerbe und auf vergleichbarem Niveau wie der Gesundheits- und Sozialsektor; sogar der Umsatz der stark wachsenden Immobilienwirtschaft ist nur unwesentlich größer. Damit ist die Branche ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für die Metropolregion als Hightech-, Industrie- und moderner Dienstleistungsstandort.

Unter Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen erfasst, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und / oder medialen Verbreitung von kulturellen / kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen. Zur Kultur- und Kreativwirtschaft werden elf Teilmärkte bzw. -branchen gezählt.

Eine Branche im Aufwind

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Metropolregion Nürnberg entwickelt sich sehr positiv. Die beeindruckenden Zahlen gehen aus dem 2. Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht der Metropolregion Nürnberg hervor, der im Frühjahr 2019 vorgestellt wurde. Die Teilmärkte zeigen zusammen eine sehr positive Entwicklung im Zeitverlauf. Im Kernbereich der Kultur- und Kreativwirtschaft nimmt z.B. die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 23 Prozent zu. Die Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt damit rund 47 000 abhängig Beschäftige in der Metropolregion Nürnberg. Weiterhin zählt die Branche 8 600 Unternehmen und Selbstständige.

Kultur- und Kreativwirtschaft © Bayern Kreativ / Bayern Innovativ GmbH

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine innovative Branche, die schon heute in zukunftsorientierten Arbeits- und Geschäftsmodellen, wie z.B. in hybriden Arbeitsformen, arbeitet. Darüber hinaus ist sie außerordentlich innovativ. Sie verbindet traditionelle Wirtschaftsbereiche, neue Technologien und moderne Informations- und Kommunikationsformen. Sie erweist sich dabei als wichtige Quelle für originäre Innovationsideen. Die Produktion besteht oftmals aus Prototypen, Einzelanfertigungen, Kleinstserien sowie immateriellen Produkten, häufig wird projektspezifisch produziert und entwickelt. Viele Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft nutzen moderne Technologien, allen voran Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie sind dabei nicht nur passive Technologienutzer, sondern geben den Technologieherstellern und -entwicklern immer wieder wichtige Impulse für neue Technologievarianten.

Insbesondere die Software-/Games-Industrie zeigt durch die Vernetzung der verschiedenen kulturellen Sparten wie Film, Video, Musik, Text oder auch Animation das besondere Potential der Kultur- und Kreativwirtschaft. Nürnberg gehört zum Kreis der europäischen Digital-Hotspots, neben den Regionen Köln, Stockholm, Oslo oder Amsterdam.

Veranstaltungen

Die Kultur- und Kreativwirtschaftsbranche zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie eigenständig immer wieder neue Veranstaltungsformen ausprobiert. So entstanden über die Jahre diverse Formate, die auf das Engagement einzelner Personen zurückgeht, wie z.B. der Creative Monday.

Diskussionsveranstaltung im Neuen Museum Nürnberg © GALERIE VON&VON

Das Art Weekend Nürnberg wird ebenfalls aus einer Teilbranche alljährlich auf die Beine gestellt. Die ungewöhnliche, auf viele Locations verteilte Kunstausstellung bietet Galerien und Museen ein Forum wie auch Künstlerinnen und Künstlern aus der Metropolregion und aus aller Welt. 29 war die Zahl der Stunde – denn 29 der bedeutendsten öffentlichen Einrichtungen und Galerien für zeitgenössische Kunst in Nürnberg und Erlangen waren es, die vom 4. bis zum 6. Oktober 2019 Werke etablierter und aufstrebender junger Künstlerinnen und Künstler aus der Metropolregion bis hin zu internationalen Größen präsentierten.

Art Weekend Kunstaustellung im Heimatministerium in Nürnberg © GALERIE VON&VON

Bereits zum vierten Mal findet auch die Instrumenta – Die Musikmesse für Nordbayern statt. Nach einem Jahr Pause kommt die Messe größer und schöner zurück. Erstmals ist die Messe in der Meistersingerhalle am 26. und 27. Oktober zu Gast. Die neue Örtlichkeit bietet die Möglichkeit, zeitgleich verschiedene Instrumentengruppen von den zahlreichen Meisterbetrieben aus der Metropolregion Nürnberg auszustellen, die Produktpalette reicht in diesem Jahr vom Blechblas- bis zum Zupfinstrument.

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Titelbild: © GALERIE VON&VON

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