Schiff ahoi – Personenschifffahrtshafen Nürnberg nimmt Tempo auf

Schiff ahoi – Personenschifffahrtshafen Nürnberg nimmt Tempo auf

Am 25. Juli 2016 wurde der neue Personenschifffahrtshafen Nürnberg feierlich eröffnet. Ausgebaut zu einer Kaianlage mit zehn Liegeplätzen, präsentiert sich der Nürnberger Hafen, der bereits ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den internationalen Güterverkehr darstellt, mit dem Europakai seither auch als attraktive Anlegestelle für die Personenschifffahrt. Damit wurde die Stadt Nürnberg dem Boom der Flusskreuzschifffahrt gerecht und baute ihre Bedeutung als Touristenmetropole weiter aus.

Albrecht Dürer heißt Seefahrer willkommen!

Der liegende Dürer mit Papierschiffchen in der Hand begrüßt die Schiffsreisenden – © Johannes Sporrer / Stadt Nürnberg

Wurden Mitte der 1990er Jahre noch etwa 85 Schiffsanlegevorgänge und rund 10.000 Kreuzfahrttouristen gezählt, waren es 2006 bereits 439 Anlegevorgänge und knapp 53.000 Touristen. Der Trend setzte sich fort, sodass der Hafen 2016 ein neues Allzeithoch schreiben konnte: 1.100-mal legten Flusskreuzfahrtschiffe an, im Jahr 2017 waren es ebenfalls über 1.000. Mittlerweile laufen über 60 Reedereien mit mehr als 130 Schiffen regelmäßig den Nürnberger Personenschifffahrtshafen an, um Menschen aus der ganzen Welt – durchschnittlich 135 pro Schiff – zum Shoppen und Sightseeing nach Nürnberg zu bringen.

Einweihung Personenschifffahrtshafen

Der Anstieg der Flusskreuzfahrtschifffahrten dürfte zuletzt auch durch die umfassende Modernisierung befeuert worden sein, die die Stadt 2011 beschloss. Noch im selben Jahr wurde die Errichtung einer Uferwand in die Wege geleitet. 2013 bis 2015 folgte der technische Ausbau, bei dem die zehn Liegeplätze eingerichtet wurden. Die Umbaumaßnahmen wurden dann mit der Landschaftsgestaltung im ersten Halbjahr 2016 abgeschlossen. Dabei entstand unter anderem durch Renaturierungsmaßnahmen auch die naturnahe künstliche Wasserfläche „Schwarzenteich“. Seit dem Umbau stehen die zehn Anlegestellen in der 1.400 Meter langen Anlage bereit, an der die Schiffe auch Strom und Wasser erhalten. Die Besonderheit des Hafens können Besucher bereits bei ihrer Ankunft bestaunen: Ein berühmtes Selbstbildnis Albrecht Dürers. Das Graffiti-Kunstwerk von Julian Vogel zeigt den berühmten Maler auf der Seite liegend mit einem Papierschiff in der Hand. Jedem Passagier, der das Bildnis liegend bei der Einfahrt in den Hafen aus seiner Kajüte sieht, erscheint Dürer dabei – quasi zur Begrüßung in Nürnberg – aufrecht.

Der Europakai bietet eine attraktive Anlegestelle für die Personenschifffahrt – © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

Hafen als Umsatzmotor zu Land, zu Wasser und in der Luft

Neben dem Güterverkehrszentrum bayernhafen Nürnberg, das als das bedeutendste Güterverkehrs- und Logistikzentrum im süddeutschen Raum gilt und mit über 200 Betrieben mit ca. 6.700 Beschäftigten einen wichtigen Standortfaktor für Nürnbergs Wirtschaft darstellt, ist auch die Personenschifffahrt zu einem kräftigen Umsatzmotor geworden. Jährlich kommen mittlerweile über 130.000 Gäste nach Nürnberg, die in der Frankenmetropole natürlich auch Geld ausgeben – im Jahr 2017 waren es ca. 4 Mio. Euro. Nutzen davon haben auch andere Wirtschaftsbereiche. So müssen Schiffe beispielsweise in Nürnberg gewartet und mit Lebensmitteln versorgt werden. Die Hotellerie profitiert von den anfallenden Übernachtungen, wenn Nürnberg Start oder Ziel einer Flusskreuzfahrt ist. Und Flusskreuzfahrtgäste können zu Fluggästen werden, so dass auch der Albrecht-Dürer Airport Nürnberg zusätzlich Umsatz macht. Alle Kreuzfahrtbegeisterten und Schifffahrtsliebhaber können sich hier jederzeit einen Überblick über den regen „Seefahrerverkehr“ an Nürnbergs Hafen verschaffen und die eine oder andere Abfahrt mitverfolgen.

Immer mehr Kreuzfahrtschiffe legen in Nürnberg an. Vom Schiff geht es dann weiter in die Stadt zum Shoppen und Sightseeing – © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

Titelbild: Durch die umfassende Modernisierung des Nürnberger Hafen ist auch die Personenschifffahrt zu einem kräftigen Umsatzmotor geworden – © Christine Dierenbach / Stadt Nürnberg

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