Embedded World – Nürnberg beim Thema Vernetzung vorne mit dabei

Embedded World – Nürnberg beim Thema Vernetzung vorne mit dabei

Vom 14. bis 16. März fand in Nürnberg mit der Embedded World die führende, internationale Fachmesse rund um das Thema Embedded Systems statt. Erstmals präsentierten sich dort 1000 Aussteller und rund 30.000 Fachbesucher konnten sich auf Fachvorträgen, Workshops und Tutorials informieren. Hinter der Bezeichnung Embedded Systems (Eingebettete Systeme) verbirgt sich eine ganze Bandbreite von Hard- und Software, Tools und Dienstleistungen, die die Digitalisierung repräsentieren und heutzutage aus Arbeitsleben oder Freizeit kaum noch wegzudenken sind: Von der Sicherheit elektronischer Systeme über verteilte Intelligenz bis hin zu E-Mobility oder Energieeffizienz. Dabei hat die Stadt Nürnberg bereits vor Jahren die strukturellen Voraussetzungen geschaffen, um beim Thema Embedded Systems ganz vorne mit dabei zu sein.

So befassen sich etwa 1.300 Unternehmen in Stadt und Metropolregion Nürnberg mit dem Thema eingebettete Systeme. Es sind z. B. Firmen aus der Unterhaltungselektronik oder der Automobil- und Medizintechnik. Damit zählt die Stadt zu den Top 10 der deutschen Standorte für Embedded Software. Mitentscheidend für positive Entwicklung der Branche sind das Embedded Systems Institute (ESI), das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS und das ESI-Anwendungszentrum, eine Kooperation beider vorangegangener Institutionen. Sie schaffen die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Wachstumsbranche.

Messegeschehen Embedded World 2017 – © NuernbergMesse / Frank Boxler

ESI: Praxisbezogene Forschung und Kooperation

Das Embedded System Institute (ESI) wurde im September 2007 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg von Professoren der Betriebswirtschaft, Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik sowie der Informatik, des Maschinenbaus und der Medizintechnik gegründet. Ziel des Institutes ist die fächerübergreifende Koordination und Organisation von Forschung, Lehre und Weiterbildung im Bereich Embedded Systems. Das ESI umfasst derzeit 20 Mitglieder von 16 Lehrstühlen. Es ist zudem zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die mit Lehrstühlen auf dem Gebiet Embedded Systems kooperieren möchten. Das hat für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung Vorteile: Der direkte Austausch mit Lehrstühlen im Rahmen von Kooperationsprojekten bündelt Kompetenz und ermöglicht praxisbezogene Forschung. Die Arbeit an neuen Produkten wird damit effizienter.

Fraunhofer: Spitzenpartner für Forschung, Lehre und Wirtschaft

© NuernbergMesse / Frank Boxler

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ist weltweit führend auf dem Gebiet der anwendungsorientierten Forschung für mikroelektronische und informationstechnische Systemlösungen. Dabei begann alles sehr bescheiden: 1985 übernahm die Fraunhofer-Gesellschaft das Zentrum für Mikroelektronik und Informationstechnik. Gerade 20 Mitarbeiter hatte die damals neu eingerichtete Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Integrierte Schaltungen AIS. Heute arbeiten rund 950 Mitarbeiter daran, den Standort Deutschland im Bereich der Technologie auf dem Spitzenplatz zu halten. Dazu forschen Wissenschaftler am Fraunhofer international und vernetzt, gleichzeitig bringen Fachleute ihre Kompetenz in der Lehre an Universitäten und Hochschulen ein. Das Institut entwickelt so Innovationen, die der Wirtschaft langfristig Wachstum ermöglichen.

Institutionelle Vernetzung als Antriebsfeder der Innovation

Das ESI-Anwendungszentrum, die gemeinsame Initiative des ESI und des Fraunhofer Instituts, führt seit 2009 die Forschungsaktivitäten zu Eingebetteten Systemen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg zusammen. Das Anwendungszentrum ist die Schnittstelle zwischen Industrie und Forschung. Mit seinem Wissen bietet es zahlreiche Dienstleistungen im Bereich der eingebetteten Systeme, darunter z. B. Beratung und Machbarkeitsstudien, Systementwicklung, Evaluierung von Systemen oder Systementwicklung. Auch Forschungsprojekte gehören zum Repertoire des Anwendungszentrums.

Die Institutionen bieten somit gebündelte Kompetenz aus Forschung und Lehre und stellen umfangreiches praxisbezogenes Know-how zur Verfügung, wovon die Wettbewerbsfähigkeit insgesamt profitiert – in Nürnberg, der Region und darüber hinaus.

 

Titelbild: © suphakit73 / Shutterstock.com

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