City Manager packen an: Damit Nürnbergs Einzelhandel auch in Zukunft attraktiv bleibt

City Manager packen an: Damit Nürnbergs Einzelhandel auch in Zukunft attraktiv bleibt

Mit verschiedenen Kommunikationsmaßnahmen den Standort stärken – das verbirgt sich hinter dem Begriff City Management. Besonders wichtig ist die Rolle des City Managements für den Einzelhandel, der durch die stetig zunehmende Konkurrenz durch Online-Anbieter kräftig unter Druck gerät. Es ist jedoch gerade der Einzelhandel, der die Stadt Nürnberg besonders charmant macht und eine ihrer großen Stärken, auf die man in der Frankenmetropole auch in Zukunft setzen will. Vor diesem Hintergrund rief das Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg Anfang des Jahres 2016 das City Management mit den Schwerpunkten Altstadt und den angrenzenden Einkaufsquartieren Südstadt und Nordstadt ins Leben.

Wir koordinieren, verbinden, netzwerken und machen bekannt, um die Attraktivität und die Außenwirkung des Einzelhandelsstandorts insgesamt zu erhöhen.

Netzwerker-Duo setzt auf Kommunikation

“Wir koordinieren, verbinden, netzwerken und machen bekannt, um die Attraktivität und die Außenwirkung des Einzelhandelsstandorts insgesamt zu erhöhen” – so fasst Hans Schmidt die Aufgaben des City Managements knapp zusammen. Mit dem City Management sollen Initiativen des Einzelhandels, der Verbände und der Stadt gebündelt werden, die für die Zukunftssicherheit und Attraktivität des Standorts stehen. Kooperationspartner sind unter anderem die Handelsinitiativen Erlebnis Nürnberg e. V., Südstadt Aktiv e. V., der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e. V. und die Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg.

Sehr wichtig ist dabei die “gemischte” Teamstruktur aus städtischem und externen City Managern. Das signalisiert auch: Das City Management ist neutral!

Die „Gesichter“ des City Managements in Nürnberg, Reto Manitz und Hans Schmidt, haben ihre Wurzeln in der Unternehmenskommunikation sowie im Einzelhandel und viel Erfahrung beim Knüpfen von Netzwerken. Manitz und Schmidt betonen dabei unisono, wie wichtig insbesondere offene Kommunikation für den Erfolg des City Managements ist.

Kommunikation ist nicht nur für das Entstehen neuer Bündnisse entscheidend, sondern sorgt auch für einen reibungslosen Austausch zwischen Partnern. Dialog, Offenheit und kurze Entscheidungswege gehören daher zu den wichtigsten Anforderungen, die die City Manager gemeinsam mit Partnern aus dem Handel, der Gastronomie, dem Tourismus und der Stadtplanung an ihr Kommunikationskonzept stellten. Das schließt auch einen direkten Draht zur Verwaltung mit ein, denn nur so können z. B. Entwicklungen und Ideen rasch an das Wirtschaftsreferat gemeldet werden. “Sehr wichtig ist dabei die “gemischte” Teamstruktur aus städtischem und externen City Managern. Sie gewährleistet gleichzeitig eine hohe Präsenz bei den externen Akteuren sowie die laufende Rückkopplung aller Aktivitäten in die Verwaltung und in den Stadtrat sowie schnelle Anpassungen an neue Entwicklungen. Und das signalisiert auch: Das City Management ist neutral!”, so Hans Schmidt.

Digitalisierung aktiv gestalten

Vorrangig für Manitz und Schmidt ist das Thema Vernetzung: Die City Manager koordinieren  zwischen bestehenden Aktionsplänen, wodurch bestehende Projekte über mehrere Kanäle kommuniziert und breiter unterstützt werden können. “Unser wichtigster Erfolg ist sicher der Aufbau eines Netzwerks aus Akteuren, die vorher nebeneinander agierten. Dabei haben wir engagierte Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen für die Sache gewinnen können”, erklärt Reto Manitz. Gleichzeitig lassen sich Ressourcen schonen und Parallelstrukturen vermeiden, da sich alle beteiligten Akteure regelmäßig über bestehende und geplante Maßnahmen austauschen – als das Forum dafür wurde z. B. der City Management Circle ins Leben gerufen.

Unser wichtigster Erfolg ist sicher der Aufbau eines Netzwerks aus Akteuren, die vorher nebeneinander agierten. Dabei haben wir engagierte Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen für die Sache gewinnen können.

Manitz und Schmidt packen aber auch da an, wo es noch offene Flanken und Bedürfnisse gibt. Ein Ziel dabei ist, die Digitalisierung des Einzelhandels voranzutreiben, denn Händler stehen vor großen Herausforderungen: Die Besucherfrequenz im stationären Handel nimmt ab und zudem werden die Geschäfte immer öfter nur zum Anschauen und Anfassen der Ware aufgesucht, oder um sich beraten zu lassen. Gekauft wird das Objekt der Begierde dann jedoch unterwegs per App oder vor dem PC im World Wide Web. Als eine Antwort darauf wird die Nürnberg App, eine Einkaufs App für den Handel, ins Leben gerufen. Mit dem geplanten Feature der Lieferung „same day“ z. B. würde der lokale Einzelhandel den überregionalen Online-Handelsriesen die Stirn bieten und das Ruder wieder zu seinen Gunsten herumreißen können.

Insgesamt wollen Manitz und Schmidt ein nachhaltiges City-Management-Konzept entwickeln, mit dem alle Alleinstellungsmerkmale des Handelsstandorts Nürnberg und seiner Stadtteile identifiziert und aktiv vermarktet werden können – analog wie digital.

Partner des Citymanagements

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Bild: Hans Schmidt

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